Sprachtandem.ch bringt Menschen zusammen, die miteinander Sprachen lernen möchten. Dafür braucht es gegenseitigen Respekt und einen aufmerksamen Umgang mit neuen Kontakten. Hier erfährst du, welche Regeln für den Austausch gelten und was du tun kannst, wenn dir etwas unangenehm oder verdächtig vorkommt.
Sprachaustausch steht im Mittelpunkt
Ein gutes Tandem beginnt mit einem gemeinsamen Lernziel. Schreibe bei der ersten Kontaktaufnahme, welche Sprache du üben und welche du anbieten möchtest. Persönliche Gespräche und Freundschaften dürfen daraus entstehen. Nutze Sprachtandem.ch jedoch nicht gezielt zur Partnersuche oder zur Anbahnung sexueller Kontakte.
Du entscheidest selbst, mit wem du lernen möchtest, und kannst dafür die angebotenen Suchfilter nutzen. Entscheidend ist, dass dein Interesse am Sprachaustausch ernst gemeint ist. Auch dein Gegenüber entscheidet frei, ob es einen Austausch möchte.
Persönliche Grenzen respektieren
Niemand muss auf eine Nachricht antworten, einen Kontakt fortsetzen oder eine Absage begründen. Respektiere ein Nein. Bleibt eine Antwort aus, verzichte auf wiederholtes Nachfragen. Umgehe eine Ablehnung oder Blockierung nicht mit einem anderen Profil oder über andere Plattformen.
Ungefragte sexuelle Nachrichten oder Bilder, Beleidigungen, Drohungen und Druck haben hier keinen Platz. Wenn dir ein Kontakt unangenehm ist, darfst du ihn jederzeit beenden und die Person blockieren. Dafür musst du weder einen Regelverstoss beweisen noch zuerst eine Diskussion führen.
Betrugsversuche erkennen
Beim Romance-Scamming, auch Love-Scamming genannt, täuschen Menschen romantisches Interesse vor, um Vertrauen aufzubauen und Geld zu erhalten. Achte besonders auf solche Signale:
- Sehr schnelle Liebeserklärungen, obwohl ihr euch kaum kennt.
- Drängen auf private Kommunikationskanäle, während der Sprachaustausch in den Hintergrund rückt.
- Wiederholte Ausreden für abgesagte Treffen, verbunden mit angeblichen Notfällen und Geldforderungen.
- Aufforderungen, Gutscheine oder Kryptowährungen zu senden, auf einer empfohlenen Plattform zu investieren oder Geld für andere weiterzuleiten.
Ein einzelnes Anzeichen beweist noch keinen Betrug. Du musst einen Verdacht aber auch nicht selbst abschliessend klären. Überweise Menschen, die du nur aus dem Internet kennst, kein Geld und erfülle keine finanziellen Gefälligkeiten.
Persönliche Informationen schützen
Nutze für den ersten Austausch möglichst den Chat auf Sprachtandem.ch. Gib deine Telefonnummer, Wohnadresse und weitere persönliche Angaben erst weiter, wenn du dich damit wohlfühlst. Teile mit Kontakten keine Passwörter, Anmeldecodes, Zahlungsdaten oder Ausweiskopien. Öffne keine verdächtigen Links.
Lass dich nicht zu intimen Bildern oder Videoaufnahmen drängen. Ein freundliches Profil, ein Foto oder ein Videoanruf ist keine Garantie für die Identität oder die Absichten einer Person.
Blockieren und melden
Öffne im Chat oder im Profil der betreffenden Person das Menü mit den drei Punkten oben rechts. Dort kannst du die Person blockieren oder melden.
Mit dem Blockieren unterbindest du weitere Nachrichten dieses Kontos an dich auf Sprachtandem.ch. Kontakte über andere Dienste werden dadurch nicht blockiert. Eine Blockierung ersetzt keine Meldung an uns.
Melde uns verdächtige Profile, mögliche Betrugsversuche, Belästigungen oder andere Regelverstösse. Auch wenn du unsicher bist, kannst du uns auffälliges Verhalten schildern. Wähle den passenden Meldegrund oder «anderer Grund» und beschreibe möglichst konkret, was passiert ist.
Sichere relevante Nachrichten und Profilangaben möglichst vor dem Blockieren, soweit dies ohne zusätzliche Belastung möglich ist. Du brauchst keine vollständige Beweissammlung, um einen Kontakt zu beenden oder etwas zu melden. Wenn du uns Screenshots schickst, beschränke sie auf den relevanten Zusammenhang und verdecke Angaben unbeteiligter Personen.
Wir nehmen Meldungen ernst und prüfen die geschilderten Umstände. Massgeblich sind das konkrete Verhalten und der verfügbare Kontext. Bei Hinweisen auf Verstösse können wir im Rahmen unserer Nutzungsbedingungen Massnahmen bis zur Sperrung eines Kontos ergreifen.

Bei Geldforderungen oder Drohungen handeln
Wenn du einen Betrugsversuch vermutest, sende kein Geld oder weitere persönliche Informationen, beende den Kontakt und melde das Profil.
Hast du bereits bezahlt, kontaktiere sofort deine Bank oder den Zahlungsanbieter. Frage, ob sich die Zahlung noch stoppen oder zurückholen lässt. Sichere Nachrichten und Zahlungsbelege und erstatte Anzeige bei der Polizei. Eine Rückzahlung lässt sich nicht garantieren.
Wirst du bedroht oder mit der Veröffentlichung intimer Aufnahmen erpresst, zahle nicht. Sichere die Drohungen, beende die Kommunikation und wende dich an die Polizei. Hol dir Unterstützung bei einer Vertrauensperson. Die Verantwortung für Betrug oder Erpressung liegt bei den Personen, die sie begehen.
Erste Treffen bewusst planen
Wähle für ein erstes Treffen einen belebten öffentlichen Ort. Informiere eine Vertrauensperson, mit wem du dich wann und wo triffst, und organisiere deinen Heimweg selbst. Du darfst ein Treffen jederzeit beenden, wenn du dich unwohl fühlst.
Bist du unter 18, beziehe eine erziehungsberechtigte Person in neue Kontakte und geplante Treffen ein.
Du brauchst Unterstützung
Nutze die Meldefunktion beim betreffenden Profil. Wenn das nicht möglich ist oder du zusätzliche Angaben übermitteln möchtest, erreichst du uns über unsere Supportseite. Eine Meldung an Sprachtandem.ch ersetzt keine Anzeige bei der Polizei.